22.03.2009 Thema- Einführung: Tierpsychologie, Verhaltenstherapie/ artgerechte Tierhaltung

So, dieses Thema hatte ich also gestern.
Ein sehr umstrittenes Thema wie ich finde. Was fest steht ist, ein psychologisches Problem entsteht meist dadurch das der Mensch sich dem Tier gegenüber nicht auszdürcken weiss... Oft sieht man das bei verhaltensauffälligen Hunden.

Da wir in der Lage sind umzudenken, können wir durchaus die Sprache der Tiere lernen. Welches das ganze miteinander natürlich vereinfacht.
Speziell hatten wir es von Hund, Katze und Pferd. Der Dozent ist ein Tierheilpraktiker und Humanheilpraktiker. Allerdings war ich nicht in all seinen Ansichten der selben Meinung. Es ist um umstritten das ein Hund seinen Platz im Rudel kennen muss, und das man ihm diesen auch zeigt, weil er sonst anfängt einem auf der Nase rum zu tanzen und versuchen wird immer den Rang streitig zu machen, da er der Meinung ist, das man das selbst nicht hinbekommt. Dazu gehört evtl auch mal ein Zwacker oder ein Klapps, da Hunde ein ganz anderes Schmerzempfinden haben wie wir. (Wir reden nicht von Gewalt! Gewalt fängt bei mir im Kopf an, allein der Gedanke einem Tier etwas böses zu wollen!)
Allerdings war dieser Dozent der Meinung, das es durchaus Hunde gäbe, bei denen es nötig wäre, das man sie im Nacken und am Hüftfell packt, hochhebt, und dann erst mal ein Stück fliegen lässt...

Dieser Ansicht war ich wiederum garnicht! Da man nicht in einem Satz erwähnen kann, das ein Trauma eines Hundes daher rühren kann, das eben körperliche Gewalt auf ihn eingewirkt wurde, im nächsten Satz aber durchaus beführwortet einen Hund durch die gegend zu schmeissen... Da angeblich die größte Hilflosigkeit bei einem Hund dadruch ausgeübt wird, indem man das Tier vom Boden abhebt.

Allerdings ist das was unser Dozent erzählt, sein eigener Erfahrungsbericht und man kann immer das tun was man selbst für angebracht hällt. Das Problem ist meist das Selbe, Dominanz. Allerdings wie man diese auch ohne Flugstunden in den Griff bekommt, zeigt ja auch Herr Martin Rütter...

Da mich das Thema sehr interessiert, habe ich oft, höflich!, hinterfragt. Evtl. war ich sogar diejenige die am meisten am Unterricht teil genommen hat, und die ein oder andere das womöglich nervig fand. Allerdings sehe ich das garnicht ein, denn ich bin ja da um was zu lernen, und wenn man eine Aussagen in den Raum stellt so sollte man diese auch begründen können...
So, soviel mal hierzu. Vieles was die Hundepsyche angeht war mir schon bekannt da ich mich davor schon viel damit beschäftigt habe. Allerdings war auch noch Pferd und Katze ein Thema. Der Dozent selbst war mehr so der Pferdemensch, und das er seinem Pferd mit dem Knie in den Bauch boxt, ja das find ich jetzt nicht so schlimm, ganz einfach aus dem Grund, das wenn man die Pferde mal auf der Koppel anschaut, wie die sich da kloppen, dieses Boxen wohl eher ein Knuffen war..

Nunja, eine Katze wiederrum ist ein anderes Kaliber, Katzen dulden uns. Sie sind nicht darauf erpicht uns jeden Wunsch von den Augen ab zu lesen. Und dennoch haben auch Katzen eine Art sich mit zu teilen. Z.B. Futter teilen! Wenn man eines Morgens ne Maus auf der Fussmatte hat, dann ist das der größte Liebesbeweis den dir deine Katze machen wird. Wird sie deswegen geschumpfen, wird die Katze dich bestrafen! Sie wird dir ins Bett machen etc. Katzen bestrafen regelrecht, was auch in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingeteilt wird. In Hausgang machen ist z.B. nicht so schwer bestraft wie aufs Sofa.

Da ich recht wenig mit Pferden zu tun habe, und auch so keine Möglichkeit mein "können" an einem Pferd zu testen, habe ich mir die Verhaltensweisen gegenüber Pferden stillschweigend angehört, da einfach keine Erfahrung meinerseits vorliegt.
Hierzu kann ich auch nicht all zu viel sagen. Ausser das Pferde wohl auch sehr auf Körpersprache reagieren.

Ein weiterer großer Diskussionspunkt war die Kastration. Dort gingen die Meinungen auseinander. Ich selber bin der Meinung das man einem gesunden Tier nicht einfach so ein intaktes Organ entfernt!
Jedoch muss man unterscheiden, habe ich eine Freigängerkatze, so bin ich nicht erpicht jedes halbe Jahr Junge zu haben, ergo, kastriere ich meine Katze oder mache sie zur Wohnungskatze, wobei für mich 2. die einschränkenste Entscheidung für das Tier wäre. Genau so bei Katern, kann ich es verantworten das mein Kater a. mir evtl die Wohnung voll markiert und b. irgendwelche wilden Katzen schwängert und so für mich das ganze an Vermehrerei grenzt...

Bei den Frettchen müssen wir erst garnicht anfangen zu diskutieren, die besser Option ist ganz klar die Fähe vor oder im Anfagsstadium der Ranz kastrieren zu lassen.
Bei Hunde sieht das bei mir etwas anders aus. Einen Hund lass ich nicht unbeaufsichtigt in der Gegend rumstreunen... Ich habe die Verantwortung für das Tier und dafür das sie/er nicht ungewollt schwanger wird/deckt. Es gibt Hundehalter die denken, es ist normal so, das Tier kastriern zu lassen. Allerdings wird somit häufig dem Tier mehr Schaden zugefügt. Oft neigen diese Tiere dazu zu zunehmen, bei Hündinnen kommt es sogar vor das sie inkontinent werden. Allerdings sollte auch hier jeder für sich abwegen. Ein Verhaltensproblem lässt sich nicht einfach wegkastrieren... Der Mensch muss da an sich arbeiten. Wir hatten auf dem Hundeplatz eine Junghundegruppe da sind Rüden neben läufigen Hündinnen gelaufen, ohne einen Mucks.. Es geht also auch anders.

So aber ich schweife ab. Das resultat dieser Unterrichtsstunde gestern war, das es hart werden wird... Nicht weil man so viel lernen muss sondern weil es so viele verschieden Ansichten gibt und viele meinen das die eigene wohl die einzig richtige ist!
Allerdings nenne ich das eher Beratungsresistent... Man lernt niemals aus und mein Ziel wird es sein diese Prinzipien immer zu befolgen.. ich hoffe das ich damit den richtigen und einfacheren Weg einschlagen werde.

So, das war also der erste kleine Eindruck, ich könnte noch viel mehr schreiben da es einfach so weitreichend ist, aber ich hör hier mal auf :D
Nächste Woche haben wir ein Praktium bei einer Meerschweinchenzüchterin :)